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BERUFSBEZOGENER DEUTSCHUNTERRICHT ALS PRIMÄRES LERNZIEL JEDES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS
Опубліковано: 13 Апр 2015 / Немає коментарів / 177 переглядів

 

Паничок Тетяна Ярославівна

Тернопільський національний економічний університет

 

BERUFSBEZOGENER DEUTSCHUNTERRICHT ALS PRIMÄRES LERNZIEL JEDES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS

 

In den letzten Jahren hat sich die fachdidaktische Forschung im Bereich Deutsch als Fremdsprache zunehmend auf den Lernprozess  konzentriert und auf die Frage, wie dieser Prozess durch methodische Intervention unterstützt werden kann. Eine Folge dieser Neuorientierung war auch das Aufgreifen von Sprachlern- und Arbeitstechniken im Unterricht und neueren Lehrwerken für Sprachanfänger seit Anfang der 90er Jahre. Zur Berufsvorbereitung und zum beruflichen Weiterlernen liegt der wesentlichste Beitrag des Fremdsprachenunterrichts.

Berufsbezogener DaF-Unterricht und fachsprachlicher Unterricht unterscheiden sich von allgemeinsprachlichem Unterricht vor allem durch den Bezug zu berufsbezogenen Handlungsfeldern, Auswahl der Zielgruppen und handlungsorientierten Unterrichts- und Fortbildungsmaterialien.

Berufsbezogener Deutschunterricht oder Deutsch für den Beruf  — beide Begriffe gehen von der Prämisse aus, dass es möglich ist, einen Sprachunterricht zu konzipieren, der sich  weder als allgemeinsprachlicher DaF-Unterricht im Sinne schulischer Curricula oder des Zertifikats DaF verstehe noch als rein fachsprachlicher Kurs im Sinne eines einzelnen Faches oder Berufsfeldes [1, 963].

Berufsbezogener Fremdsprachenunterricht, mit welchem konkreten Zweck auch immer, ist in erster Linie Fremdsprachenunterricht und hat damit den Forschungsstand der allgemeinen Didaktik und der DaF-Didaktik zu berücksichtigen. Dies gilt besonders  für die Planungsfelder der Lernziel-, der Aufgaben-und der Lernorientierung allgemein. Zertifikats-Curricula, didaktische Konzepte, Kurskonzepte und Lernmaterialien eines berufsbezogenen DaF-Didaktik müssen sich also zuerst messen lassen am Forschungsstand der allgemeinen DaF-Didaktik.

Berufsvorbereitender Fremdsprachenunterricht muss sich vor allem der Tatsache bewusst sein, dass Berufsanfänger nur selten auf spezielle Fach- oder gar Fachsprachenkenntnisse in der eigenen Sprache bzw. auf Deutsch zurückgreifen können. Aus allen einschlägigen Statistiken und Erfahrungen ergibt sich zudem die hohe Wahrscheinlichkeit späterer mehrmaliger Berufswechsel. Spezieller Fachwortschatz eines Berufs ist bei solchen Wechseln aber in jedem Fall verloren- In einer solchen Planungssituation ist unbedingt darauf zu achten, dass vor allem jene Aspekte berufsbezogener Spracharbeit thematisiert werden, die berufsfeldübergreifend  relevant sind. Berufsvorbereitender DaF´-Unterricht ist in der Regel Unterricht mit Jugendlichen. Dem ist in Unterrichtgestaltung, Motivationsplanung und Themenwahl Rechnung zu tragen [3, 243].

Berufsbegleitender DaF-Unterricht kann zumindest von einigen beruflichen Erfahrungen der Teilnehmenden sowie von einer konkreten, aus der beruflichen Perspektive gespeisten Motivation ausgehen und muss diese in Themen- und Unterrichtsplanung einbeziehen. Zwar ist auch hier  von der Möglichkeit von Berufswechseln auszugehen und die berufsfeldübergreifende Arbeit in den Vordergrund zu stellen. Ein höherer Anteil berufssprachlicher Spezialisierung in Wortschatz, Textsorten und in den berufsspezifischen Kommunikationsdomänen ist jedoch anzustreben und motivierend für die Teilnehmenden. Die Thematisierung einzelner beruflicher Inhalte stellt die Lernenden oft inhaltlich und sprachlich vor neue Anforderungen. Beruflich-fachliches Lernen und Fremdsprachenerwerb sind hier oft untrennbar.

Es ist auch zu beachten, dass bei fortgeschrittenen Lernern es in stärkerem Umfang möglich ist, speziellere berufliche Inhalte und fachsprachliche Elemente aufzunehmen. Konsequenzen hat dies besonders für den Bereich der Textarbeit. Da berufliche Weiterqualifikation  aber vorwiegend mit der Informationsaufnahme aus spezifischen Sachtexten verbunden ist, ist erst auf dieser Stufe ein Beitrag zur beruflichen Weiterbildung in der fremden Sprache möglich [4, 36].

Die eigenständige Verarbeitung großer Mengen an neuen Information in mündlicher und schriftlicher Form ist in allen Listen vertreten. Informationsverarbeitungskompetenz hat im produktiven Bereich zu tun. Informationen müssen sowohl direkt und simultan verarbeitet werden als auch mediengebunden. Wo in der fachlichen Ausbildung beispielweise die Arbeit mit virtuellen Übungsfirmen über das Internet trainiert wird, ist die Fähigkeit zur computergeschützten Informationsrecherche und -verarbeitung in der fremden Sprache ebenfalls unverzichtbares Lernziel berufsbezogener Sprachkurse [2, 867].

Grammatikarbeit im Rahmen von berufsbezogenen Deutschunterricht dient — soweit nicht Regeln und Strukturen aus der Grundgrammatik aufgenommen und wiederholt werden müssen – stets  der rezeptiven und produktiven Verwendung von Strukturen und Verbalisierungsmustern im beruflichen Sprachhandlungsfeld. Das Aufgreifen und Systematisieren einzelner grammatischer Strukturen sollte immer dann und nur dann erfolgen, wenn die Kenntnis einer Struktur bei der Bewältigung einer vorgegebenen Textsorte und eines Handlungszusammenhangs nützt. Dabei sind besonders jene Strukturen und Regeln aufzugreifen, die in beruflichen Texten und ihren Verwendungszusammenhängen hochfrequent und breit anwendbar sind [1, 965].

Lehren und Lernen einer Fremdsprache hat die Aufgabe, sprachliches und anderes Weiterlernen im Beruf vorzubereiten. Sprachlernen sollte nicht anders funktionieren als das Lernen, das sich auf fachliche oder berufliche Ziele bezieht: fremdsprachliches Handel im Beruf, die Fähigkeit, sich mit Fachleuten und Laien über berufsbezogene Themen und in beruflichen Kommunikationsdomänen zu verständigen.

Література

 

1. Gerhard H. Deutsch als Fremdsprache: ein internationales Handbuch / H. Gerhard. – Walter de Gruyter, 2001 – S. 1720.

2. Krumm H.-J. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache: Ein internationales Handbuch: 1. Halbband (Zur Sprach- Und Kommunikationswissenschaft) / H.-J. Krumm. – Verlag: De Gruyter; Auflage: 1. Aufl., 2010. – S. 1095.

3. Rösler D. Deutsch als Fremdsprache: Eine Einführung / D. Rösler. – Metzler, J B, 2012. – S. 312

4. Storch G. Deutsch als Fremdsprache. Eine Didaktik: Theoretische Grundlagen und praktische Unterrichtsgestaltung / G. Storch. – UTB, Stuttgart; Auflage: 1. Aufl., 1999. – S.367

 



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