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Іноземних мов
природничих факультетів
Lerneraktivierung durch den Einsatz digitaler Medien
Опубліковано: 17 Апр 2015 / Немає коментарів / 1110 переглядів

Всеукраїнська  науково— практична інтернет-конференція

17 квітня 2015 присвячена 150-річчу ОНУ ім. І.І.Мечникова та 55-річчу факультету романо-германської філологіі

 

 

«Дослідження та впровадження в начальний процес сучасних

 моделей викладання іноземної мови за фахом»

Безымянный

 

 

 

Elena Vasylchenko, Natalja Didenko

Nationale Metschnikow Universität Odessa

Lerneraktivierung durch den Einsatz digitaler Medien

         Einen Impuls für diesen Beitrag gab die Teilnahme am vom Goethe-Institut organisierten Seminar „Hochschuldidaktik“. Einer der Seminarinhalte wurde dem Einsatz digitaler Medien im DaF-Unterricht an Hochschulen gewidmet.

Das Wort „Medium“ hat sich für alles eingebürgert, das im Fremdsprachenunterricht die Arbeit der Lehrkraft und das Lernen der Schüler zu unterstützen und zu fördern vermag. Medien lassen sich drei Kategorien zuordnen: (1) Herkömmliche (nicht technische) Medien sind traditionelle Unterrichtsmittel. Hierzu gehören Lehrwerke, Grammatiken, Lese- und Arbeitsbücher, Lektüren, Landkarten, Schautafel, Realien und Bilder. (2) Moderne Medien werden alle unterrichtlichen Mittel genannt, die herkömmliche Instruktionshilfen auf technischer Grundlage weiterentwickelt haben, z.B. der Overheadprojektor anstelle der Tafel, das Tonband mit authentischen Tonaufnahmen anstelle der Stimme des Lehrers, Filme zur Veranschaulichung verbaler und nonverbaler sowie paralinguistischer Erscheinungen und landeskundlicher Information. (3) Neue oder digitale Medien kennzeichnen technologische Errungenschaften der Telekommunikation, die einen schnellen Zugriff auf unterschiedliche Informationsquellen ermöglichen und die ein interaktives Lernen begünstigen. Hierzu zählen E-Mail, das Internet, das computergestützte Lernen und die CD-ROM [1, S. 396].

Unser Leben wird zunehmend durch eine Vielzahl von elektronischen Medien bestimmt. Sie verändern unseren Alltag und unser Kommunikationsverhalten. Doch wie können diese Technologien auch im Fremdsprachenunterricht didaktisch sinnvoll eingesetzt werden? Welches Potenzial haben digitale Medien für ein effizientes Lehren und Lernen einer Fremdsprache?

Medien – wie auch neue Medien – nehmen ihren durchaus nutzbringenden Platz in unserer heutigen Gesellschaft ein. Sinnvoll eingesetzt und maßvoll genutzt, können sie Lernprozesse unterstützen.

Dank dem Medienansatz kann der Unterrichtsprozess optimiert, die Verwendung der Muttersprache reduziert oder gar vermieden, neue Lernimpulse gegeben werden, indem die Aufmerksamkeit der Lernenden geweckt und die Motivation zum Lernen aufrechtgehalten und gestärkt werden. Das wichtigste didaktisch-methodische Prinzip der Handlungsorientierung, für dessen Umsetzung eine hohe Motivation der Lernenden und vielfältige Aktivitäten, unterschiedliche Aufgaben und Vorgehensweisen eine Voraussetzung darstellen, ist ohne einen gezielten Medieneinsatz nicht umsetzbar.

Im Rahmen des Seminars «Hochschuldidaktik» (Goethe-Institut, Oktober 2014) wurde eine eigene Unterrichtseinheit erstellt, wobei digitale Medien eingesetzt werden sollten. Zur Erweiterung des methodischen Repertoires standen verschiedene Websites zur Verfügung, mit deren Hilfe jede Seminargruppe eine Unterrichtseinheit entwickelt und dann präsentiert hat. Zu Einsatzmöglichkeiten im Fremdsprachenunterricht zählten insbesondere die folgenden technischen Hilfsmittel (Webseiten): http/www.wordle.net (Wortwolke erstellen), http/yourpart.eu (Gemeinsam schreiben (Etherpad)),  http/spicynodes.org (Mindmap erstellen),  http/audioboom.com (Audioblog).

Die Unterrichteinheit wurde dem Thema «Deutsche Städte und ihre Sehenswürdigkeiten» gewidmet. Als Zielgruppe wurden Studierende des 2. Studienjahres Fachrichtung Soziologie, Politologie, Wirtschaftswissenschaft gewählt. Das Lernziel bestand in der Entwicklung der handlungsorientierten kommunikativen Kompetenz zum angegebenen Thema.

Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen zwei deutsche Städte: München und Berlin. Zuerst werden Informationen zu den beiden Städten als Wortwolke (von der Lehrkraft vorbereitet) präsentiert. Studierende suchen nach Stichwörtern (Geschichte, Sehenswürdigkeiten u.a.), die die jeweilige Stadt charakterisieren. Auf solche Weise werden Vorkenntnisse aktiviert. Die Gruppe bekommt Zugang zum Programm Etherpad, wo jeder sich eine eigene Farbe auswählt und unterscheidet sich von den anderen durch die Farbenschrift. Das Programm bietet der ganzen Gruppe die Möglichkeit an, gleichzietig mitzuschreiben und die Antworten der Mitstudierenden mitzulesen und sogar zu korrigieren. Mit Hilfe von dieser Webseite erstellen Studierende Einträge für die Wiki (Wikipedia), indem sie Informationen zu den Städten, ihrer Geschichte und ihren Sehenswürdigkeiten zusammenstellen.

Die nächste Etappe besteht in der Einteilung der Studierenden in Grupen. Jede Gruppe bekommt die Aufgabe, einen Stadtrundgang durch eine der deutschen Städte zu organisieren und die Stadtführung im Audio-blog (http/audioboom.com) aufzunehmen.  Die Mitstudierenden haben die Möglichkeit, sich alle Vorträge anzuhören und in demselben Blog mündlich zu kommentieren. Die Studierenden können im Programm Audioboom nicht nur ihre Vorträge, sondern auch Fotos von den ausgewählten Städten hoch- und herunterladen. Außerdem ist dieses Programm als praxisorientierte Übung für zukünftige Dolmetscher ein sehr nützliches Hilfsmittel.

Nachdem die entwickelte Unterrichtseinheit im Unterricht erfolgreich eingesetzt worden war, konnte man endlich analysieren, was für einen Beitrag neue Medien zur Entwicklung der kommunikativen, der interkulturellen und der methodischen Kompetenz leisten können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Einsatz von den vier erwähnten Webprogrammen besonders wirkungsvoll und motivierend erwies. Das Lernen  brachte viel Spaß, nervte nicht, bereicherte und machte schmerzlos kompetent. Auf solche Weise beobachten wir, dass die Erfahrungen und Ideen der Lerngruppe im Vordergrund der gemeinsamen Arbeitsprozesse stehen, was von dem lernorientierten Ansatz im Fremdsprachenunterricht zeugt.

Der Einsatz digitaler Medien nicht nur motiviert und steigert die Medienkompetenz der Studierenden, sondern auch führt zu stärkerer Kooperation untereinander (Partner- und Gruppenarbeit), zu einer besseren Selbstorganisation des Lernens sowie einer tieferen Verarbeitung von Informationen.

Fremdsprachenunterricht mit digitalen Medien bringt Zusammenhänge ganz nah, simuliert und visualisiert, als wäre es echt, vermittelt Komplexes ganz einfach. E-Bildung ist schnell, Lernen wird schneller, macht schnell kompetent. Das Lernen stützt nachhaltig das soziale Leben, entwickelt Gruppen der Gesellschaft, es ist Schlüssel für nationalen Erfolg geworden und bewirkt wirtschaftliches (Über-)Leben [2].

Mit neuen Medien brauchen Sprachen nicht mehr für irgendeinen Zeitpunkt später im Leben gelernt werden, weil weltweit Kommunikationspartner zur Verfügung stehen, die sich real und konkret in das Lerngeschehen einbringen können. Schließlich eröffnen neue Medien durch ihre weite Verbreitung, ihre Popularität und ihre einfache Handhabung einen unproblematischen Zugang zum selbstständigen Lernen.

 

Literatur

 

1. Bausch K.-R. Handbuch Fremdsprachenunterricht / K.-R. Bausch, H. Christ, H.-J.Krumm. — Tübingen, Basel: A. Francke Verl., 2012. — 655 S.

2. Rebensburg K. Perspektiven für 2020: Entwicklungen in der Computertechnik Neue Medien in der Bildung – Lernformen der Zukunft / Klaus Rebensburg // Wissenschaft und Forschung, 2008. – S. 23-31.



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